Arthrose – alles über den Gelenkverschleiß

Die Arthrose gilt zu Recht als Volkskrankheit: In Deutschland leiden etwa 5 Millionen Menschen an dieser Gelenkerkrankung.

Bei den über Sechzigjährigen ist jede zweite Frau und jeder dritte Mann betroffen. Die Zahlen werden aufgrund der demografischen Entwicklung weiter steigen. Besonders häufig zeigt sich der Gelenkverschleiß am Kniegelenk, gefolgt von Hüft- und Schultergelenk. Doch auch Finger, Handgelenke oder die Wirbelsäule können von übermäßigem Verschleiß betroffen sein.

Arthrose ist wie die Osteoporose vor allem eine Alterserscheinung. Im Laufe der Jahre verlieren nicht nur die Knochen, sondern auch anderes Gewebe des menschlichen Körpers ihre ursprüngliche Struktur und Vitalität. In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend über das Krankheitsbild Arthrose: von der Definition über Symptome und Ursachen bis hin zu Behandlungsmöglichkeiten und hilfreichen Therapieansätzen.

Was ist Arthrose: Definition

Arthrose bezeichnet den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels. Dieser Knorpel überzieht die Knochenenden in einem Gelenk und fungiert als Gleit- und Stoßdämpferschicht. Nutzt sich dieser schützende Knorpel ab, reiben die Knochen zunehmend direkt aufeinander. Die Folge: Schmerzen, Schwellungen und eingeschränkte Beweglichkeit.

Bei einer Arthrose sind meist nicht nur der Knorpel, sondern das gesamte Gelenk betroffen. Das komplexe Zusammenspiel verschiedener Gewebsstrukturen verändert sich. Mit fortschreitendem Verschleiß können sich Knochenanbauten bilden, sogenannte Osteophyten. Auch die Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) verändert ihre Konsistenz, was die Gelenkfunktion weiter beeinträchtigt.

In schweren Fällen verschwindet der Knorpel komplett. Es entsteht ein direkter Knochen-auf-Knochen-Kontakt, der zu chronischen Schmerzen führt und die Lebensqualität erheblich einschränkt. Arthrose ist eine der häufigsten Ursachen für Bewegungseinschränkungen bei älteren Menschen, kann jedoch auch jüngere Personen betreffen.

 

 

Was ist die Ursache für Arthrose?

Die Ursachen für Arthrose sind vielfältig und reichen von genetischer Veranlagung über Verletzungen bis hin zu dauerhafter Überbelastung. Je nach Entstehung unterscheiden Mediziner*innen zwischen zwei Formen.

  • Primäre Arthrose: Diese Form entsteht ohne erkennbare äußere Ursache. Die Gewebsstrukturen sind von sich aus weniger belastbar, häufig spielen genetische Faktoren oder altersbedingter Verschleiß eine Rolle. Besonders die Arthrose der Fingergelenke zeigt eine deutliche familiäre Häufung und ist daher wahrscheinlich genetisch mitbedingt.
  • Sekundäre Arthrose: Hier lassen sich konkrete Auslöser identifizieren, wie Überlastungen, Entzündungen, Verletzungen (Traumata wie Verrenkungen oder Ausrenkungen), Stoffwechselstörungen oder hormonelle Erkrankungen.

Risikofaktoren für Arthrose im Überblick

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko, an Arthrose zu erkranken:

  • Alter und Genetik: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, da der Gelenkknorpel natürlicherweise verschleißt. Genetische Veranlagung kann das Erkrankungsrisiko außerdem deutlich erhöhen.
  • Körpergewicht und Belastung: Übergewicht belastet insbesondere Knie- und Hüftgelenke und beschleunigt den Knorpelabbau. Berufliche Tätigkeiten mit repetitiven Bewegungen oder schwerem Heben sowie sportliche Überbelastung ohne ausreichende Erholungsphasen erhöhen das Risiko ebenfalls.
  • Verletzungen und Fehlstellungen: Gelenkverletzungen, besonders wenn sie nicht richtig ausheilen oder wiederholt auftreten und angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Gelenke können langfristig zu Arthrose führen.
  • Weitere Faktoren: Bewegungsmangel schwächt die Muskulatur und begünstigt Arthrose. Andere Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Stoffwechselstörungen erhöhen das Risiko für sekundäre Arthrose. 

Krankheitsverlauf und Stadien der Arthrose

Der Gelenkverschleiß verläuft in der Regel langsam, aber stetig. Die Gelenkflächen passen mit der Zeit immer schlechter aufeinander. Durch Schub- und Schwerkräfte, die nun verstärkt auf die Randbereiche der Gelenkflächen einwirken, verformt sich das Gelenk zunehmend.

In den Knochenanteilen direkt unterhalb der Gelenkflächen kommt es zu Auf- und Abbauprozessen. Zu Beginn der Erkrankung halten sich diese Prozesse meist die Waage, weshalb Betroffene zunächst beschwerdefrei bleiben oder nur geringe, kurzzeitige Beschwerden verspüren. Mit fortschreitender Gelenkveränderung nehmen die Symptome jedoch zu. Der Krankheitsverlauf kann sich dabei manchmal stark beschleunigen.

Mediziner*innen unterscheiden vier Stadien der Arthrose, die den Grad der Abnutzung und die damit verbundenen Symptome beschreiben.

Arthrose-Stadium 0: Normal

  • Keine Anzeichen von Arthrose sind vorhanden,
  • das Gelenk ist gesund.

Arthrose-Stadium 1: Leicht

  • Geringe Abnutzung des Knorpels ist sichtbar,
  • gelegentliche, leichte Schmerzen nach Belastung.

Arthrose-Stadium 2: Mäßig

  • Deutlicher Knorpelverlust ist erkennbar,
  • häufigere Schmerzen und beginnende Bewegungseinschränkungen.

Arthrose-Stadium 3: Fortgeschritten

  • Großer Knorpelverlust mit Knochenkontakt,
  • starke Schmerzen, auch in Ruhe, zusätzlich Schwellungen.

Arthrose-Stadium 4: Schwer

  • Fast kein Knorpel mehr vorhanden,
  • ständige Schmerzen, Verformungen des Gelenks und möglicher Bedarf einer Operation.

 

Anzeichen und Symptome: Wie merkt man, dass man Arthrose hat?

Die Symptome der Arthrose entwickeln sich je nach Stadium unterschiedlich und verstärken sich mit fortschreitendem Gelenkverschleiß.

Frühe Stadien: Belastungsschmerz

In frühen Arthrose-Stadien, in denen der Knorpel abnimmt und der Gelenkspalt schmaler wird, treten zunächst nur Belastungsschmerzen auf. Interessanterweise zeigen sich diese Schmerzen nicht direkt am Gelenk, sondern weiter davon entfernt. Sie entstehen durch Verspannungen von Muskeln bzw. Muskelgruppen, die aktiviert werden, um das Gelenk zu entlasten und Druck von ihm zu nehmen.

Mittleres Stadium: Bewegungsschmerz

Im weiteren Verlauf, wenn der Knorpel bereits seine glatte Oberfläche verloren hat und zu verkalken beginnt, zeigt sich deutlicher Bewegungsschmerz. Typischerweise lässt dieser Schmerz nach, wenn Betroffene das schmerzende Gelenk dennoch weiter bewegen. Auch langandauernde, gleichförmige Bewegungen führen hier zu Schmerzen, dem sogenannten Ermüdungsschmerz.

Fortgeschrittenes Stadium: Ruheschmerz und Entzündung

Im fortgeschrittenen Stadium ist der Knorpel aufgebraucht und die Struktur der beteiligten Gelenkknochen hat sich massiv verändert. Das Gelenk schmerzt nun selbst in Ruhe, auch nachts. Es beginnt, seine Funktion zu verlieren und zu versteifen. Dabei entzünden sich auch die Weichteile, die das Gelenk umgeben: Es kommt zu Schwellung, Rötung und Überwärmung im Gelenkbereich.

Wichtig: In jedem Stadium sollten Sie bei Arthrose-Symptomen ärztlichen Rat einholen, um den Verlauf rechtzeitig und richtig zu behandeln.

Diagnose und Befund von Arthrose

Zur Diagnosestellung der Arthrose gehört an erster Stelle die gezielte körperliche Untersuchung und die Erhebung der Krankheitsgeschichte (Anamnese). Letztere ist zudem für die Behandlungsplanung von entscheidender Bedeutung.

Bildgebende Verfahren
Das Röntgenbild allein reicht meist nicht aus, da sich das Ausmaß der Beschwerden und der sichtbaren Gelenkschädigung häufig nicht entsprechen. Es dient jedoch zur Verlaufsbeurteilung, der Objektivierung der Beschwerden und muss jedem operativen Eingriff vorgeschaltet werden.

Im Röntgen lassen sich altersbedingte Veränderungen in den Gelenken bereits ab dem 30. Lebensjahr häufig erkennen. Ab dem 40. Lebensjahr zeigen sie sich bei der Hälfte der Bevölkerung. Ab dem 65. Lebensjahr gibt es so gut wie niemanden, bei dem sich keine Gelenkveränderungen finden ließen.

Wichtig zu wissen:

  • Alterungsprozesse sind nicht zwangsläufig mit Krankheit gleichzusetzen, auch wenn sie häufig ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bedeuten.
  • Von Arthrose wird dann gesprochen, wenn die Gelenkveränderungen deutlich über das altersentsprechende Maß hinausgehen und zu Beschwerden führen.
  • Nur jede vierte Person, bei der sich im Röntgen ein Gelenkverschleiß zeigt, leidet auch an entsprechenden Beschwerden.
  • Umgekehrt gilt: Die Beschwerden können ausgeprägter sein, als das Röntgenbild vermuten lässt. Dies liegt unter anderem daran, dass Schmerzwahrnehmung und Schmerzbewältigung individuell verlaufen und von weiteren Faktoren abhängen.


Weitere Untersuchungsmethoden

Laborchemische Untersuchungen sind in ihrer Bedeutung nachrangig, können aber Hinweise auf eine gleichzeitige Gelenkentzündung oder zusätzliche gesundheitliche Probleme geben.

Ultraschalluntersuchungen erlauben eine bessere Beurteilung der Kapselstruktur und der das Gelenk umgebenden Weichteile. Durch sie lässt sich beispielsweise auch ein sogenannter Reizerguss, der häufig infolge einer aktivierten Arthrose auftritt, gut erkennen.

Arthrose-Arten

Es gibt zahlreiche verschiedene Arten einer Arthrose, die sich vor allem nach den verschiedenen Gelenken unterscheiden:

  • Kniearthrose (Gonarthrose): Betroffen ist das Kniegelenk. Dies ist die häufigste Form der Arthrose.

  • Hüftarthrose (Coxarthrose): Betroffen ist das Hüftgelenk.
     
  • Handarthrose: Befällt die Finger- oder Handwurzelgelenke.
     
  • Fingergelenksarthrose (Rhizarthrose): Betroffen sind die End- oder Mittelgelenke der Finger. Eine besondere Form ist die Rhizarthrose, bei der das Daumensattelgelenk betroffen ist.
     
  • Wirbelsäulenarthrose (Spondylarthrose): Befällt die kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule.
     
  • Schulterarthrose (Omarthrose): Betroffen ist das Schultergelenk.
     
  • Sprunggelenksarthrose: Befällt das obere oder untere Sprunggelenk im Fuß.


Jedes dieser Gelenke kann von Arthrose betroffen sein, die genaue Art und das Ausmaß der Erkrankung können von Person zu Person variieren. Es ist wichtig, bei Anzeichen von Gelenkproblemen frühzeitig fachärztlichen Rat einzuholen.
 

Unterschied Arthrose und Arthritis

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Arthrose und Arthritis sind beide Gelenkerkrankungen, unterscheiden sich jedoch in Ursache und Natur.

Während Arthrose eine degenerative Erkrankung ist, die durch den Verschleiß des Gelenkknorpels gekennzeichnet ist, handelt es sich bei Arthritis um eine Entzündung des Gelenks. Arthritis kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter autoimmun bedingte Entzündungsreaktionen, Infektionen oder Stoffwechselstörungen.

Die Symptome einer Arthritis umfassen akute oder chronische Gelenkschmerzen, Schwellung und Rötung. Im Gegensatz zur Arthrose, die sich schleichend entwickelt, kann Arthritis auch plötzlich auftreten und jüngere Menschen betreffen.

Behandlung und Therapie: Was kann man bei Arthrose machen?

Arthrose ist zwar nicht heilbar, lässt sich aber gut behandeln. Ziel der Therapie ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lassen sich Beschwerden in den Griff bekommen und die Lebensqualität erhalten.

Die Behandlung der Arthrose ist symptomatisch. Das heißt: Sie richtet sich nach den im Vordergrund stehenden Beschwerden und versucht, diese zu lindern. Dabei werden folgende Behandlungsmaßnahmen ergriffen.

  • Schonung und Entlastung: Ruhigstellung beziehungsweise Schonung des betroffenen Gelenks, um eine weitere belastungsbedingte Schädigung zu verhindern. Dazu gehören etwa Sportverbot, Gewichtsmanagement oder die Einschränkung gelenkbelastender Tätigkeiten im Beruf.
  • Physikalische und krankengymnastische Behandlung: Elektrotherapie, Magnetfeldtherapie und Stoßwellentherapie bei Arthrose sowie Wärme- und Kältetherapie können Schmerzen lindern und Entzündungen reduzieren. Training, Massagen sowie Physiotherapie bei Arthrose zielen auf Schmerzlinderung und Lockerung der muskulären Verspannung. 
  • Medikamentöse Therapie: Schmerzmittel und Entzündungshemmer werden zunächst äußerlich angewendet, bei ausbleibendem Erfolg in Tablettenform und höherer Dosierung eingenommen. Hyaluronsäure-Injektionen können direkt ins Gelenk gegeben werden, um die Gelenkschmiere zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Sind die Beschwerden sehr stark und die Schädigung des betroffenen Gelenks massiv, werden gegebenenfalls eine Operation oder stärkere, morphinhaltige Medikamente zur Schmerzlinderung verordnet. 

Arthrose natürlich behandeln: Hausmittel und Hilfsmittel bei Arthrose

Geschädigte Gelenke können neben den medizinischen Maßnahmen auch auf andere Weise unterstützt bzw. entlastet werden.

Aktive Therapieansätze

  • Aktive Krankengymnastik bzw. gezieltes Kraft-, Ausdauer- und Bewegungstraining,
  • Ergotherapie, beispielsweise zur Sturzprophylaxe, Hilfsmittelanpassung oder auch berufsbezogenem Training.


Hausmittel gegen Arthrose

Hausmittel gegen Arthrose sind meist nur ergänzend zu einer wirkungsvolleren Arthrosetherapie einzusetzen, welche mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen und festgelegt werden sollte. Empfohlen werden hier:

  • Heilerde-Wickel,
  • Arnikablüten-Umschläge,
  • Retterspitz-Umschläge,
  • kühle Quarkauflagen,
  • Kohlwickel.


Wärme und Kälte richtig anwenden

Sowohl Wärme als auch Kälte können bei Arthrose schmerzlindernd wirken. Wärme fördert jedoch auch Entzündungen. Sie sollte daher im Zweifelsfall nicht und nie direkt am Gelenk verwendet werden. Grundsätzlich gehören weder Coolpacks (Eisbeutel) noch die sogenannten Hotpacks (Wärmflasche) unmittelbar auf nackte Haut, sondern sollten umwickelt werden.

Orthopädische Hilfsmittel bei Arthrose

Es gibt eine Reihe von orthopädischen Hilfsmitteln bei Arthrose, die dazu beitragen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Wir vom Sanitätshaus beraten Sie gerne zu passenden Lösungen.

  • Orthopädische Schuheinlagen (Einlegesohlen): Diese können helfen, den Druck auf die Gelenke gleichmäßig zu verteilen und den Komfort beim Gehen zu erhöhen.
  • Bandagen und Orthesen: Sie bieten Unterstützung und Stabilität für das Gelenk und können dazu beitragen, Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren.
  • Gelenkschienen bzw. Orthesen: Je nachdem, welches Gelenk betroffen ist (beispielsweise Hand oder Ellenbogen), können medizinische Bandagen und Orthesen helfen, die Bewegung zu unterstützen und Schmerzen zu lindern.
  • Gehhilfen und Rollatoren: Sie helfen, das Gleichgewicht zu halten und den Druck von schmerzhaften Gelenken zu nehmen.
  • Thermotherapie: Warme oder kalte Kompressen können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern.
  • Elastische Kompressionsbänder: Diese können helfen, Schwellungen in den betroffenen Gelenken zu reduzieren.
  • Orthesen für die Hand: Fingerorthesen, Daumenschienen und weitere Hilfsmittel unterstützen die Handgelenke und Finger und können dazu beitragen, Schmerzen und Steifheit zu lindern

Arthrose-Ernährung: Was fehlt dem Körper, wenn man Arthrose hat?

Arthrose selbst ist nicht direkt das Ergebnis eines ernährungsbedingten Mangels, sondern vielmehr eine Folge von Alterung, genetischer Veranlagung, mechanischem Verschleiß und weiteren Faktoren. Es gibt jedoch bestimmte entzündungsfördernde bzw. entzündungshemmende Nährstoffe und Lebensmittel. Eine richtige Ernährung bei Arthrose kann dabei helfen, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Empfohlene Lebensmittel bei Arthrose

Wer an Arthrose leidet, kann folgende Ernährungsempfehlungen berücksichtigen.


Omega-3-Fettsäuren:

  • Wirkung: entzündungshemmend,
  • Quellen: fetter Fisch, Leinsamen, Chiasamen.


Antioxidantien:

  • Wirkung: Schutz vor freien Radikalen,
  • Quellen: Beeren, dunkles Blattgemüse, Tee.


Vitamin C und D:

  • Wirkung: Kollagenbildung (C), Knochengesundheit (D),
  • Quellen: Zitrusfrüchte, Sonnenlicht, fetter Fisch.


Calcium und Magnesium:

  • Wirkung: Knochengesundheit (Calcium), Muskel- und Nervenfunktion (Magnesium),
  • Quellen: Milchprodukte, Nüsse, Vollkorn.


Glucosamin und Chondroitin:

  • Wirkung: unterstützen Gelenke,
  • Quellen: Meeresfrüchte, Ergänzungsmittel.


Zu vermeidende Lebensmittel bei Arthrose

Folgende Lebensmittel können Entzündungen fördern und sollten reduziert werden: rotes Fleisch, raffinierte Kohlenhydrate, Zucker, bestimmte Pflanzenöle, übermäßiger Alkohol.

Arthrose vorbeugen: Prävention

Wie bei der Behandlung aller chronischen Erkrankungen gilt: Prävention schützt am besten vor der Entstehung bzw. gegen schwerwiegende Verläufe. In Bezug auf die Arthrose bedeutet dies vor allem:

  • Gesunde Ernährung und Bewegung: Übergewicht und Bewegungsmangel vermeiden, aber auch stark monotone bzw. einseitige und gelenkbelastende Bewegungsabläufe reduzieren. Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung hält die Gelenke beweglich und stärkt die Muskulatur.
  • Gelenkschonende Sportarten wählen: In Bezug auf Sport ist weniger manchmal mehr: Wassergymnastik oder Radfahren ist gelenkschonender als Eiskunstlauf oder Handball. Wichtig sind ausreichende Erholungsphasen und ein ausgewogenes Training.
  • Gelenke schützen: Kälte und Nässe vermeiden, um einem Gelenkverschleiß vorzubeugen. Auch das Tragen von geeignetem Schuhwerk und die Vermeidung von Fehlbelastungen tragen zum Gelenkschutz bei.
  • Individuelle Behandlungsplanung: Ohne Krankheitsverständnis und Behandlungsbereitschaft machen die besten Behandlungspläne nur theoretisch Sinn. 


Die Einholung einer Zweitmeinung ist gerade vor operativen Eingriffen zu empfehlen. Dabei gilt es, eine konkrete Risiko-Nutzen-Abwägung vorzunehmen, die sich am Wohl der Patient*innen orientiert.

Besonderheiten der Arthrose

Arthrose kann in der Regel nicht rückgängig gemacht werden, der Arthrose-Verlauf jedoch verlangsamt bzw. unter günstigen Bedingungen zu einem Stillstand gebracht werden.

Heilungsdauer und Schonung

Der Heilungsprozess von Gelenkverschleiß verläuft aufgrund der komplexen Funktion und Struktur von Gelenken langsamer als in anderen Bereichen des Körpers. Er braucht eine Dauer von mindestens drei Monaten. Diese Schonfrist gilt es zu beachten und einzuhalten. In dieser Zeit soll und muss man das Gelenk nicht vollständig in Watte packen, sollte es jedoch um rund ein Drittel weniger als sonst belasten.

Schmerzwahrnehmung und Schmerzmittel

Das gelingt nur dann gut, wenn man in der Lage ist bzw. lernt, den Schmerz angemessen wahrzunehmen, statt ihn zu übergehen. Die Einnahme von Schmerzmitteln bei Arthrose ist durchaus sinnvoll, sollte jedoch gerade mit Blick auf die Nebenwirkungen mit Bedacht und nicht wahllos oder einfach in Eigenregie geschehen.

Fazit: Arthrose verstehen und aktiv behandeln

Arthrose ist eine weit verbreitete Gelenkerkrankung, die mit zunehmendem Alter häufiger auftritt. Auch wenn der Gelenkverschleiß nicht heilbar ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Entscheidend ist, frühzeitig auf Symptome zu achten und ärztlichen Rat einzuholen. Eine Kombination aus medizinischer Behandlung, Physiotherapie, angepasster Ernährung und orthopädischen Hilfsmitteln kann die Lebensqualität erheblich verbessern. Auch Prävention spielt eine wichtige Rolle: Durch gelenkschonende Bewegung, gesunde Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht lässt sich das Risiko für Arthrose reduzieren.

Wir vom Sanitätshaus unterstützen Sie mit individueller Beratung und hochwertigen Hilfsmitteln auf Ihrem Weg zu mehr Beweglichkeit und Lebensqualität. Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit - online, über unser Servicetelefon oder besuchen Sie uns persönlich in einem unserer Gesundheitshäuser. Wir stehen Ihnen als kompetenter Partner zur Seite.

Häufig gestellte Fragen zu Arthrose

Sie haben Fragen zu Arthrose? Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Anliegen.

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?
Arthrose ist eine degenerative Erkrankung durch Verschleiß des Gelenkknorpels, die sich meist schleichend entwickelt. Arthritis hingegen ist eine Gelenkentzündung, die durch autoimmune Reaktionen, Infektionen oder Stoffwechselstörungen ausgelöst wird und auch plötzlich auftreten kann.

Welche Gelenke sind am häufigsten von Arthrose betroffen?
Am häufigsten ist das Kniegelenk betroffen, gefolgt von Hüft- und Schultergelenk. Aber auch Finger- und Handgelenke, die Wirbelsäule sowie Sprunggelenke können von Gelenkverschleiß betroffen sein.

Ab welchem Alter kann Arthrose auftreten?
Arthrose kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Erste Gelenkveränderungen zeigen sich im Röntgen bereits ab dem 30. Lebensjahr. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Auch jüngere Menschen können durch Verletzungen, Überbelastung oder genetische Veranlagung Arthrose entwickeln.

Kann Arthrose geheilt werden?
Nein, Arthrose kann nicht geheilt werden. Der geschädigte Knorpel regeneriert sich nicht vollständig. Allerdings lässt sich das Fortschreiten durch gezielte Behandlung verlangsamen oder sogar zum Stillstand bringen. Mit der richtigen Therapie können Betroffene ihre Lebensqualität deutlich verbessern.

Welche Hilfsmittel können bei Arthrose unterstützen?
Bandagen und Orthesen stabilisieren betroffene Gelenke, orthopädische Schuheinlagen entlasten beim Gehen. Spezielle Handorthesen, Fingerorthesen und Daumenschienen helfen bei Arthrose in den Händen. Auch Gehhilfen, Rollatoren und Thermotherapie können unterstützen. Wir vom Sanitätshaus beraten Sie gerne individuell.

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